Donnerstag, 30. April 2015

"Where is the 'Good' in Goodbye?"

"Was ist das Härteste am Reisen?" wurde ich neulich mal gefragt. Es ist nicht das Zeit finden, das Geld aufzubringen oder das Organisieren der Trips. Es ist auch nicht das lange Sitzen im Flieger, Durchfall oder Übelkeit, die einen immer wieder ereilen können. Es sind auch nicht die 18Stunden Busfahrten in unbequemen Bussen. Für mich ist das Härteste am Reisen Menschen und Orte wieder verlassen zu müssen. Ich komme an Orte, die mich sprachlos machen, weil sie so durch ihre Schönheit und Einzigartigkeit bezaubern. Und ich versuche so lange wie möglich dort zu bleiben, mir alle Details einzuprägen, durchzuatmen und Bilder dieser Orte in meinem Gehirn für die Ewigkeit festzuhalten, aus Angst, dass ich sie in ein paar Jahren vergessen habe. Ich knipse hunderte Bilder, kaufe Postkarten und die verschiedensten Andenken, alles verfolgt von der Angst dort nie wieder hinzukommen. Und ich lerne Menschen kennen, die meine Leidenschaft für das Reisen und das damit verbundene Lebensgefühl teilen. Leute, die mir innerhalb kürzester Zeit ans Herz wachsen. Mit denen ich eben jene Orte sehe, im gleichen Hostel schlafe, die gleichen Erfahrungen und Missgeschicke teile und mit denen ich ein Bier zusammen genieße, die Füße im Sand vergraben, während wir schweigend in die Ferne starren und warten bis die Sonne im Meer verschwindet und alles in ein rotes Zauberlicht taucht. Wir feiern zusammen, wir lachen zusammen und helfen uns gegenseitig, obwohl wir uns vielleicht erst seit einem Tag kennen. Ich reise mit ihnen eine Woche oder nur einige Tage, oder verbringe einen Abend mit ihnen, und trotzdem fühlt es sich an als würde man sich schon ewig kennen. Und dann heißt es: weiterreisen. Diese Menschen zurück lassen mit der relativ großen Gewissheit, dass man sie nie wieder sehen wird. In einem "the Script" Song heißt es: "Where is the "good" in Goodbye?"... berechtigte Frage.

Hier eine kleine Auswahl an Bilder von wundervollen Leuten, die ich auf meinen Reisen in letzter Zeit treffen durfte...













 

Dienstag, 7. April 2015

Danke

Mit Schrecken habe ich mal wieder festgestellt, dass die Zeit mir nur so aus den Händen rinnt und es schon wieder ewig ist seit meinem letzten Post. Inzwischen bin ich nach Hause gekehrt, hab wieder deutsche Luft geschnuppert und deutsches Essen genossen, bin dann wieder ins Flugzeug gestiegen und nach Indonesien für knapp 3 Wochen geflogen und aber jetzt auch schon wieder seit über zwei Wochen zurück - und alles ohne einen einzigen Eintrag. Aber irgendwie hatte ich entweder nicht die Muse oder Zeit dafür oder war die Technik nicht ausreichend genug (in Indonesien)... Jetzt bin ich also wieder da, hab auch meine Wohnung in Tübingen wieder, und verspreche hoch und heilig bald einen längeren Eintrag über Indonesien zu posten.
So lange noch diese kleine Collage, die ich für meine Eltern gemacht habe, als dank dafür, dass sie mir dieses gigantische letzte halbe Jahr ermöglicht haben, mich immer unterstützen und (meistens) es schaffen, nicht komplett zu verzweifeln, wenn ich mich von einer gigantischen Reise in die Nächste stürze.