Donnerstag, 28. August 2014

Niederlassung...

Soo -  viel ist passiert seit dem letzten Post. Zum Beispiel hat die Uni angefangen…
Ich hab jetzt meinen endgültigen Stundenplan und hab die erste Woche sozusagen auch schon hinter mir. Ich habe einen Spanischkurs belegt, Introduction to Cinema & Visual Culture, Photojournalism, zwei Mal Volleyball (8-10 Uhr morgens, was für eine unchristliche Uhrzeit), Social Psychology und einen Tanzkurs, der sich Ballett/Jazz/Hip Hop nennt. Bin doch sehr zufrieden mit meiner Wahl und auch wenn ein paar der Kurse wirklich arbeitsaufwändig sind, denk ich dass sie mir Spass machen werden. Die Kurse sind hier anders aufgeteilt als in Deutschland, meistens hat man den Kurs 2-3 mal pro Woche, dafür jeweils nur 50 min (gerade in den Sportkursen macht das nicht so Sinn, find ich, da ist man grad umgezogen und schon ist es wieder vorbei. Dafür hab ich dann aber ja zwei Kurse hintereinander, dann passt das wieder). In allen Kursen herrscht Anwesenheitspflicht und für jeden Kurs braucht man mindestens ein Buch und die sind hier so abgefahren teuer. Ein Buch kann dann schon mal um die 120Dollar kosten, man kann sie aber auch ein gebrauchtes ausleihen für ein Semester, das macht dann meistens trotzdem noch so zwischen 35 und 70 Dollar!!!
Dass hier die Studenten wirklich hohe Studiengebühren haben (12.000-15.000Dollar pro Semester), ist zwar ziemlich krass, dafür kann man das aber überall an der Uni auch sehen. Alle Räume sind top ausgestattet, alles funktioniert, beste Technik nur vom Feinsten (überall Applepcs), es gibt andauernd tolle Geschenke und gratis Essen und es ist eigentlich immer irgendwo jemand hilfsbereites und kompetentes zur Stelle, der einem weiterhelfen kann – also ein absolut krasser Gegensatz zu meiner Uni in Deutschland! Die meisten amerikanischen Studenten hier nehmen für diese Gebühren (hinzukommen ja auch noch Housing und Meal Plan (ca. 7.000 – 10.000Dollar) oben drauf) Kredite auf oder arbeiten in zwei Jobs nebenher.
Ansonsten leb ich mich hier immer mehr ein, und vorhin ist dann Steffi (ne Freundin aus Tübingen, die gerade Auslandssemester in San Diego macht) zu besuchen gekommen, mit ner Freundin und einer ihrer Roommates, und da chillen wir jetzt heute gemeinsam einen Tag in Flagstaff und fahren dann morgen über das verlängerte Wochenende (Montag ist Laborday – Feiertag), an den Lake Powell und in den Zion National Park nach Utah :)

Herrn Lumberjack, trifft man aber auch überall!
 
mein "Haus" von außen, mehr Bilder folgen...

Dienstag, 19. August 2014

Gooooooooooooooooooo Lumberjack!

Sarah, Lumberjack (das Maskottchen meiner Uni) und ich :)

Montag, 18. August 2014

Leben 2.0

Es kommt mir schon wieder wie Wochen vor seit ich in Friedrichshafen morgens um 5.00 Uhr am Flughafen stehe, meinen Rucksack einchecke und mich dann von meinen Eltern verabschieden muss. Friedrichshafen - Frankfurt - Las Vegas: erst 0.55h und dann 11.50h (mit Condor - die mieseste Fluggesellschaft mit der ich je geflogen bin). Highlight war dafür aber der Flug über Island und Grönland, perfekt Sicht auf die weite Eislandschaft, definitiv beeindruckend.
Dann bin ich gegen Mittag gelandet und hab ewig durch die Passkontrolle gebraucht, dann noch mal anstehend vor dem Zoll und dann endlich raus aus dem Flughafen, hinein ins Warme. So lieb ich das ja, es ist zwar nicht sonnig aber so warm, dass kurze Hose und Top angebracht und trotzdem immer noch zu viel sind. Mit einem der Shuttleservices bin ich dann zu meinem Hotel gefahren, das direkt an der Fremont Street liegt, also wirklich top Lage und das Zimmer war auch voll in Ordnung. Hab dann mit einem dieser Touristenbusse ne Tour durch Vegas gemacht und die "wichtigsten Attraktionen" begutachtet, allerdings bin ich fast eingeschlafen in dem Bus, was zum einen daran lag, dass es nicht besonders spannend war und zum anderen die Zeitverschiebung sich bemerkbar machte. Hab mich dann versucht lang genug wach zu halten, dass ich noch mal über die Fremont Street bei 'Dunkelheit' laufen konnte, wenn alles blitzt und blinkt. Vegas ist wirklich ein Ding für sich. Überall Verrückte, Halbnackte Frauen, besoffene Touristen, und alles blinkt und blitzt, gesäumt von Straßen"künstler", die einen mehr Kunst, als andere... 
Am nächsten Tag dann um 6.10 einen Greyhound nach Flagstaff genommen (erstmal ne Stunde Verspätung - dann 6 h Fahrt). In Flagstaff wurde ich dann netterweise von meinem Couchsurfing-Host am Bahnhof abgeholt, habe eine kurze Stadtrundfahrt bekommen und dann sind wir zu seinem Haus etwas außerhalb von Flagstaff. Da hab ich dann direkt angefangen nach Wohnungen zu suchen, und er hat mir auch direkt geholfen, und Leuten geschrieben, ob jemand jemanden kennt oder so. Haben dann noch an dem Tag zwei Wohnungen angeschaut, eine mit einem geteilten Zimmer (ohjee) und eine bei einer netten etwa 30jährigen Frau, Südlich vom Campus, wo ich ein eigenes kleines Zimmer hab, mit Kommode und King Size Bett für einen annehmbaren Preis (Fotos folgen mal noch).
Dort konnte ich dann auch direkt am nächsten Tag einziehen. Ja und seitdem nenne ich das kleine Haus mein Zuhause, laufe durch die Gegend oder fahre Bus zu irgendwelchen Einkaufsläden, lese und vertreibe mir die Zeit irgendwie, bis morgen dann die Orientation Week meiner Uni losgeht. Ich will nicht sagen, dass hier alles glatt läuft oder dass ich mich nicht an all das erst gewöhnen muss (Himmel, wie muss es jemanden gehen, der zum ersten Mal in den Staaten ist?!), aber ich denk ich hab einen einigermaßen guten Start hingelegt und weiß jetzt schon was ich an Zuhause (also das Deutschland Zuhause) zu schätzen weiß. 


# Fast jeder hier hat einen Hund oder ist tattowiert - oder Beides
# Kaum einer schließt seine Haustür ab (Mein Couchsurfhost meinte dazu nur: wenn sie reinkommen wollen, schaffen sie es auch so, da kann ich es auch grad auf lassen... überzeugt mich zwar nicht wirklich aber ok)
# Beim Aussteigen aus dem Bus bedankt man sich beim Busfahrer (der sich aber auch bei dir)
# eine Safewaycard kann dir beim Traubenkaufen 3,01 Dollar sparen
# Wasser gibts praktisch überall kostenlos dazu
# Mietverträge schließen, ist eher untypisch (lange Kennenlerngespräche auch)
# Hilfsbereit, überfreundlich und Gesprächig sind die Amis wirklich - da kann man sagen was man will

Grönland
Golden Gate - mein Hotelzimmer




Fremont Street Experience



Straße vor dem Haus von meinem Host

Frühstück