Dienstag, 14. Februar 2012

Merke: der Artikel enstand bevor ich Mathe geschrieben habe...

Das Semester ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber ich kann durchaus die Message von diesem Bild nachvollziehen ;)
Die letzten Wochen waren von unzähligen Stunden in der Bib, stumpfes Auswendiglernen, völliges Ausrasten, absolutes Unmotiviert sein und teilweise von großen Lernerfolgen geprägt. Ich schreibe dieses Semester vier Klausuren: Mathe Grundlagen, Buchführung & Rechnungswesen, Personalmanagement und Mikroökonomie. Mathe und Mikro sind beides zwei sehr Mathelastige-Fächer, bei Mathe liegt die Durchfallquote bei 95%, aber ich habe eigentlich ein gutes Gefühl, weil ich sehr viel dafür gemacht. Mit ein bisschen Glück werde ich das bestehen. Bei Mikro habe ich eigentlich auch ein gutes Gefühl, weil ich konsequent über das Semester wöchentlich mehrere Stunde etwas dafür gemacht habe. Wir haben dort von dem Übungsleiter wöchentlich einen Online-Test gestellt bekommen mit 10 Fragen zu den aktuellen Übungsaufgaben. Wenn man alle 10 richtig beantwortet, bekommt man einen Verrechnungspunkt für die Klausur gut geschrieben - ein fairer Deal wie ich finde. Das ganze war sehr sehr Zeitaufwendig, aber auf jeden Fall eine gute Sache, die uns alle (meine Mitbewohnerin und ihre Freundin schreiben beide auch Mikro dieses Semester) motiviert hat am Ball zu bleiben und uns mit den Themen auseinander zu setzen. Buchführung ist eher ein langweiliges Fach, zumindest der Vorlesungsteil ist völlig zum gähnen, der Übungsteil immerhin praktisch nachzuvollziehen und auch vorstellbar in die Praxis umzusetzen. Personalmanagement dagegen ist eines der spannenderen Fächer, die ebenfalls Praxisbezogen sind. Themen wie Personalfreisetzung, Mitarbeitermotivation, Personalführung und ähnliches werden hier behandelt. Man muss auch sagen, dass wir hier einen sehr guten Prof haben, der auch deutschlandweit ziemlich bekannt ist in diesem Bereich und die Vorlesung relativ abwechslungsreich gestaltet.

4 Monate lebe ich nun schon hier im Saarland und ich muss sagen, dass ich mich immer noch nicht mit dem Saarland und seinen Saarländern anfreunden kann. Die Saarländer sind sehr speziell, lieben ihr Saarland über alles und wollen es unter keinen Umständen verlassen. Zudem können sie nicht mal ansatzweise nachvollziehen, warum jemand jemals von Zuhause wegziehen sollte.
Nun muss man sagen, dass das hier ja nicht mal der Bodensee ist. Also was ich sagen will: Saarbrücken ist jetzt keine Monopole, die das Wort "Schön" oder "einzigartig" verdient hätte und trotzdem empfinden die Saarländer dies als den Flecken Erde auf der ganzen Welt, den man niemals verlassen sollte. Könnte aber auch daran liegen, dass sie nichts zum Vergleich haben, denn sie haben ja noch nie ihr Saarland verlassen. Inzwischen glaube ich auch fast, dass sie nicht mal wissen, dass das was sie da reden (also Saarländisch) für andere nicht verständlich ist und auch nicht die "Sprache" ist, die das restliche Deutschland spricht. Wer baut denn bitte in und vor jeden Satz ein "ei joooooooo"?

Dinge, die ich im Saarland gelernt habe:
• "ei joooooooo" hat keinerlei Bedeutung und kann in absolut jeden Satz wahllos eingebaut werden
• man kann im Saarland einfach alles "holen"... Bsp.: den Bus holen, ein Rep holen, ...
• Wer kein Französisch im Saarland kann, hat verloren
• Saarländer kennen nur das Saarland
• und das beunruhigt sie auch nicht in der geringsten Art und Weise
• Saarländer bleiben unter Saarländern
• Zuhause wohnen ist in
• Ausziehen von Zuhause ist out, da pendelt man lieber 1,5 Stunden zur Uni
• Saarländer sind sehr gestalterisch beim Einbauen von "Saar" in jegliche Wörter und Namen, wie "Saarbasar", "Saarpotheke", "Saarlorlux", "Saarbahn", "MenSAAR", ...
• Französisch muss man können, Englisch ist unwichtig
• Busse in Saarbrücken fahren, sobald es Anzeichen von Schnee gibt, nicht mehr
• die Straßenführung in Saarbrücken wurde von kreativen Köpfen entwickelt, die wohl sehr Spass daran hatten
• Busfahrer (und vor allem Busfahrerinnen) brauchen wohl keinen Führerschein zu besitzen und spielen insgeheim das Spiel: "Wie bekomm ich möglichst schnell möglichst viele Passagiere zum hinfallen?"
• Saarbrücken ist ein Magnetpunkt für französisch sprechende Afrikaner
• Schwaben sind besser als Saarländer :)
• eine Uni auf einen Hügel zu bauen, außerhalb der Stadt, und nur eine Zufahrtstraße dazu zu bauen, ist nicht so klug
• ....

Sonntag, 5. Februar 2012

Ich laufe - Tim Bendzko

"Man sagt, dass alles Glück dieser Welt vor unseren Augen liegt.
Doch wie oft täuscht man sich, in dem was man mit den Augen sieht..."