Samstag, 19. Februar 2011

Meine Ansicht

Lieben heißt...
  • sich ansehen und wissen, dass der andere die Ergänzung für einen selbst ist
  • das Gefunden zu haben, was man schon immer gesucht hat
  • für etwas kämpfen, auch wenn es sinnlos erscheint
  • zu seinen Gefühlen stehen
  • loslassen zu können, auch wenn es dich zerreißt
  • vertrauen
  • das Wir-Gefühl zu spüren und die Ich-Form vergessen
  • das Gefühl zu spüren du könntest fliegen
  • zu seinen Worten stehen
  • die Ewigkeit miteinander teilen zu wollen
  • ehrlich sein
  • dem Partner über anderes stellen 

  •  
  •  
  • Liebe ist, das was du nicht erklären, sondern nur spüren kannst und weißt, dass das Liebe ist

"Wenn ich einen Wunsch frei hätte - ich würde mir eine wahnsinnige Liebe wünschen, die mich packt wie der Wind eine winzige Feder und auf und davon wirbelt.

Eine unfaßbare Liebe, die mich gleichzeitig zum Lachen und Weinen bringt und mir keine Wahl läßt, als frei und glücklich und außer Rand und Band zu sein.

Eine, die mich ungeniert aus meinem Kopf katapultiert - hoch hinaus in ein Empfinden, das sich selbst nicht fassen kann.

Eine Liebe, die verrückt und süchtig macht und die ganze Welt lachend in die Tasche steckt wie eine Murmel. So eine, die Gefühle weckt, die nicht einmal ahnen, daß es sie gibt..."

Freitag, 11. Februar 2011

„Nicht Worte sucht Gott bei dir, sondern das Herz“


Ihr wollt mir was über Religion und Glaube erzählen?
Ihr wollt mir erzählen, dass ich kein Christ bin, wenn ich nicht an die Bibel glaube, nicht jeden Sonntag in die Kirche gehe, nicht vorm Schlafen bete, nicht an den Papst glaube?
Wenn ich nur dann ein Christ sein kann, dann will ich keiner sein. Wenn ich unter festen Regeln leben muss, mir Gott nicht verzeihen kann, dass ich seine Existenz oft in Frage stelle, wenn ich nicht in die Kirche gehe, dann ist das nicht der Gott, an den ich glauben will.
Ich erzähl euch was über meinen Glauben:
Im Religionsunterricht wird mir das Buch Ijobs vorgelegt. Es soll „zur Weisheitsliteratur des Alten Testaments gehören“.
Für alle, die nicht so bewandert sind im AT, hier die Kurzfassung (Quelle: Wikipedia):
- Ijob lebte mit seiner Frau und zehn Kindern als wohlhabender Mann im Land Uz. Er besaß 11.000 Tiere (Kamele, Schafe, Rinder und Esel) und hatte zahlreiche Knechte und Mägde. Er wird als frommer Mann geschildert, dessen Glaube aufgrund einer Wette zwischen Satan und Gott schwer geprüft wird: Denn eines Tages habe Satan Gott gegenüber behauptet, Ijobs Frömmigkeit komme nur daher, dass Gott ihn und seinen Besitz beschützt und ihn gesegnet habe. Daraufhin habe Gott es Satan erlaubt, Ijob zu prüfen.
Dieser verliert daraufhin durch das Wirken des Satan zuerst seinen ganzen Besitz, dann alle seine Kinder – seine sieben Söhne und drei Töchter kommen durch einen Hauseinsturz ums Leben. All dies bringt Ijob nicht dazu, Gott zu verfluchen: „Und er sagte: ‚Nackt bin ich aus meiner Mutter Leib gekommen, und nackt kehre ich dahin zurück. Der Herr hat gegeben und der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gepriesen!‘“. Da tritt Satan ein weiteres Mal vor Gott und behauptet, Ijob verfluche Gott nicht, weil er sich noch bester Gesundheit erfreue. Dann zerstört der Satan sogar seine Gesundheit, indem er eine schlimme, äußerst schmerzhafte Krankheit mit Geschwüren am ganzen Körper Ijobs von diesem Besitz ergreifen lässt.
Die Auseinandersetzungen mit seinen Freunden werden ausführlich geschildert. Gott hatte Satan erlaubt, Hiob in allen Bereichen zuzusetzen, nur sein Leben musste er verschonen. Während Hiobs Freunde Sünde als Grund für seine vermeintliche Bestrafung vermuten, beteuert Hiob stets seine Unschuld und seine Treue zu Gott.
Nachdem drei seiner Freunde erfolglos versucht hatten, Ijob von seiner Schuld zu überzeugen, erscheint ein jüngerer Mann namens Elihu.  Dieser versucht dasselbe, gibt aber auch auf, nachdem Ijob auf niemanden hörte und sich gegen Gott recht gab.
Doch dann spricht Gott zu Ijob. Durch rhetorische Fragen hilft er ihm, wahrzunehmen, dass er der Schöpfer von allem sei und Gut und Böse ausschließlich in seinen Händen liege. Weiter erkennt Gott an, dass Ijob entgegen seiner Freunde Behauptungen unschuldig an seinen Leiden gewesen sei.
Weil Ijob in all seinem Leid, seiner Armut und seiner Trauer seinem Gott dennoch die Treue hielt und ihn nicht verfluchte, wie seine Ehefrau es ihm nahegelegt hatte, und weil er später auf die Belehrungen Gottes mit großer Demut reagiert, erlöst Gott ihn schließlich von der Krankheit und segnet sein weiteres langes Leben damit, dass er ihm das Doppelte seines früheren Besitzes erwerben lässt. Auch bekommt Ijob sieben neue Söhne und drei Töchter – wie vor seinen Unglücksschlägen. –

Soweit dazu. Diese Geschichte soll ein christlicher Antwortversuch auf die Frage sein, wie ein allmächtiger und gütiger Gott Leid und Übel zulassen kann. Das Resultat, das wir im Religionsunterricht erfahren dürfen, ist folgendes: „Ijob ist ein Mensch im Leid, der Gott größer als den Menschen sein lässt und sich dieser Größer anvertraut. Daraus erwächst eine Hoffnung, die auch in äußersten Leiderfahrungen eine Sinnperspektive gibt.“
Aber die Frage ist doch, wie ich überhaupt an Gott glauben kann, wenn der in der Bibel beschriebne Gott, einen Pakt mit dem Teufel eingeht? Was für ein Gott ist das? Und warum sollte ich dann daran glauben, dass Gott „größer als der Mensch“ ist und Hoffnung in irgendwelcher Weise aufbringen? Bin ich also kein Christ, wenn ich glaube, dass Gott kein „Typ“ ist, der auf ne Wette mit Satan anspringt und der sich nicht beweisen muss?

Unsere Religionslehrerin formulierte dann folgenden Christlichen Antwortversuch zum „praktischen Bestehen des existentiellen Problems von Leid“:
„Der Christ ist aufgerufen zum a) Einsatz gegen veränderbares Leid und die Solidarität mit den Leidenden und b) Beistand und Mitleid bei unveränderbarem Leid.“
Die Frage ist, ob der Betroffene durch Mitleid sein Leid besser ertragen kann. Und wer sagt mir, dass Gott nicht gerade um meine Seele pokert und ich nur deswegen leiden muss? Wobei es, wie mein Bruder neulich sagte, dann wohl als Leidender eine langfristige Investition ist. Denn Ijob hatte ja am Ende auch mehr Vieh als am Anfang, war wieder gesund und hatte sogar eine neue Familie. Ich erwähne jetzt nur nebenbei die klitzekleine Diskriminierung der alten Familie, die einfach ohne Trauer neu ersetzt wurde. Aber gut, wenn Gott gerne hin und wieder zockt, dann müssen halt mal n paar Kinder drann glauben.

Aber es kann mir keiner übel nehmen, wenn ich mich verweigere, an so einen Gott zu glauben. Die Bibel ist ein wichtiger Teil des katholischen Glaubens, aber gerade beim alten Testament, wo Gott eine Sinnflut schickt oder Ägypter im Meer ertrinken lässt, sträubt sich in mir etwas.
Und ja, ich glaube auch nicht im Entferntesten an den Papst. Ein Mensch, der verbreitet, dass das Problem Aids nicht mit der Verteilung von Kondomen gelöst werden könne, „im Gegenteil, dies verstärkt nur das Problem.“. Ein Mann, der sagt, dass künstliche Verhütung die „innerste Wahrheit“ der ehelichen Liebe leugne.“. Ein Christ, der dem Wunsch nach einem gemeinsamen Abendmahl von Katholiken und Protestanten eine klare Absage gibt (s. "Sacramentum Caritatis“)“. Ein Mensch, der wiederverheirateten Geschiedenen den Zugang zur Kommunion verweigert. Ein Mann, der an die Politik appelliert Gesetze zur Legalisierung von Abtreibung, Euthanasie und homosexuellen Partnerschaften abzulehnen: „Die Werte der katholischen Kirche zu diesen Themen seien unverhandelbar.“. Ein Katholik, der den Wunsch hegt, Messen auf Latein abzuhalten. Ich glaube nicht daran, dass das der „Stellvertreter Christi“ sein soll.

Ich versuche an Gott zu glauben, und versuche zu verstehen, warum passiert, was passiert. Und ich zweifle, viel und oft. In meinen Augen geht es aber nicht darum, dass ich ein guter, schlechter, oder gar kein Christ bin, sondern darum, DASS ich versuche zu glauben und zu hoffen. Und das tue ich.

Und falls die Bibel doch recht haben sollte und Gott spielt gerade Schach mit dem Teufel, dann bleibt mir nur noch zu sagen:

"Lord, oh Lord, you’ve got to win,
The sun is down and the night is riding in.
That train is still on time,
oh my soul is on the line...
Oh Lord, you’ve got to win…”

Dienstag, 8. Februar 2011

The sands are running out...


 "...and if she had wings she would fly away
and another day God will give her some..."


was soll ich sagen? es ist wirklich so weit. Die Zeugnisausgabe hat das letzte Halbjahr angekündigt und ab jetzt werden die Wochen bis zum Abitur runtergezählt. Fünf Wochen noch um mich mit der demokratische und nationale Bewegung in der Auseinandersetzung mit dem Obrigkeitsstaat in Verbindung mit der Entwicklung der politischen Kultur im Kaiserreich und in der Weimarer Republik anzufreunden. 5 Wochen noch um mir die 11 short stories zu den Themenfeldern Colonial Encounters, Cross-Cultural Experiences und Postcolonial Consequences näher zu bringen. 5 Wochen um per du mit Kafka, Dürrenmatt und Kleist zu werden, sowie eine Freundschaft zu den 11 Epochen der Liebeslyrik aufzubauen. 5 Wochen um meine Liebe zur analytischen Geometrie und der Analysis zu finden. Alles in allem, gar nicht mal mehr so viel Zeit...
Am 15. März geht der Spass dann mit Deutsch los. Lockere 5.30Stunden um meine literarischen Ergüsse auf Papier festzuhalten. Dann einen Tag später hab ich das Date mit Mathe und am Donnerstag dann mein Rendez-vouz mit Englisch. Es folgen drei Tage Verschnaufpause, um mich dann am Montag mehrere Seiten lang über die Geschichte Deutschlands auskotzen zu dürfen... Und dann wird gefeiert! Und zwar auf eine bisher nicht da gewesene Art und Weise. Es wird der hammer und ich kann es jetzt schon kaum mehr erwarten.
In den darauf folgenden Wochen gibt es dann noch hier und da die eine oder andere Klausur, um dann den triumphalen Abschluss meiner 13jährigen Schulkarriere, nach der P5 (also mündliche) Prüfung, am 11. Juni meinen Abiball zu feiern. Es scheint jetzt zwar so, als wäre das noch verdammt lang bis dahin, aber ich schätz mal dass die Zeit rasant vorbeifliegt und ich schneller den Wisch mit meinen Noten in der Hand halte, als ich schauen kann. Aber das ist auch gut so, denn inzwischen bin ich der festen Überzeugung, dass ich es auch kein weiteres Jahr in der Schule aushalten könnte. Ich muss hier raus, denn ist anstrengend geworden, seit man den Lehrern nicht einfach jedes Wort mehr glaubt, man nicht mehr alles hinnimmt und sich auf eine rebellische Weise gegen die früher so hoch geachteten Lehrer auflehnt.
Ich kann es also kaum noch erwarten, endlich die Schule hinter mir zu lassen und mich in ein Studium und in alle damit verbunden Entwicklungen zu schmeißen. Zuhause ausziehen, neue Leute kennen lernen, zur Uni gehen, selbständig sein, etc...
Geplant ist ein BWL-Studium (ich will später mal in den Bereich Tourismus und dafür ist ein BWL-Studium leider unumgänglich) in irgendeiner großen Stadt, vllt in Richtung Berlin oder Köln, aber wer weiß schon was die Zukunft bringt.
Aber bis dahin heißt es jetzt erstmal noch lernen, lernen, lernen und nicht die Nerven verlieren.

Samstag, 5. Februar 2011

Donnerstag, 3. Februar 2011