Mittwoch, 31. März 2010

I sat next to God once on the bus. He told me the meaning of life, and then he gave me a bretzel. 

- So what's the meaning of life?

- Oh, yeah, guess I should have written it down, but man, was that a good bretzel!

Mit was für einem Monster haben wir es hier zu tun?

Donnerstag, 11. März 2010

ein Halbes Jahr in Kurzfassung


Soooo viel ist passiert, sooooo viel Zeit vergangen, sooooo wenig hab ich geschrieben….
Es sind immer wieder die gleichen Ausreden und Ausflüchte, warum ich meinen armen kleinen einsamen Blog verkümmern lasse. Aber jetzt hol ich erstmal die Geschehnisse auf, die in den letzten Wochen bzw. Monaten stattgefunden haben, während ich hin und wieder mal ausschließlich für meinen Jakobswegtagebuch gebloggt habe.
Fangen wir ganze weit hinten, nämlich in den Sommerferien 09 an, bevor ich auf nach Spanien bin. Da war ich nämlich noch in Prag und habe es nie geschafft, davon zu berichten. Inzwischen ist es natürlich etwas her, aber ich kann immer noch sagen, dass es eine der besten Kurzstädtetrips war, die ich bisher gemacht habe. Prag ist eine wunderschöne und echt faszinierende Stadt, die es auf jeden Fall wert ist, besucht zu werden. Auf den Spuren Kafkas und des Golems zu wandern, Pilsner Urquell zu schlürfen, auf der Karlsbrücke zu flanieren, noch mehr Bier zu trinken, dem tanzenden Haus beim Tanzen zuzuschauen und die goldene Stadt von ganz oben zu bewundern. Doch, es war ein netter Trip.

Dann ging es eben auf den Jakobsweg – dazu muss ich ja nicht mehr viel sagen und nach diesen drei Wochen hatte mich die Schule dann wieder. Zwölfte Klasse! Krasse Sache, ich würde es gerne verleugnen, aber es geht stramm aufs Abitur zu und das macht mir nun wirklich eine Heidenangst. Ich habe eine 36 Stundenwoche, und haben mich diese Jahr endlich von Französisch, Chemie und Musik verabschiedet, mich für freiwillige Fächer wie Mathe-Basiskurs und Psychologie entschieden und meine 4-stündigen Fächer gewählt, nämlich Deutsch, Mathe, Englisch, Spanisch und Geschichte. Insgesamt habe ich allerdings weniger Glück mit meinen Lehrern gehabt, wobei einige sehr gute dann doch auch dabei sind. Ich hatte am Anfang des Jahres eine kleine Krise, gerade wegen den Lehrern, aber auch wegen Kleinigkeiten wie meinem Sportunterricht. Gewählt hatte ich Volleyball und Tanz und komischerweise kamen genau ich, noch eine Freundin und zwei andere Mädels in Basketball und Schwimmen, was nun wirklich alles andere als der Hammer ist. Nun gut, unser Sportkurs ist ganz lustig, was das ganze etwas wieder gut macht. Das erste Halbjahr hab ich also im Hallenbad verbracht, 26 Bahnen in 12 Minuten geschwommen, Kraul- und Brustnoten gemacht und einiges an Wasser geschluckt. Kurz vor dem zweiten Halbjahr und somit dem Ende des Schwimmunterrichts kam es dann zu einem tragischen Tauchunfall eines Klassenkameraden von mir. Bei Tauchnoten schaffte er es nicht mehr an die Oberfläche und blieb sehr lange unter Wasser. Wir anderen schätzten alle die Situation falsch ein und so war er schon völlig blau angelaufen und krampfte als ein Mitschüler ihn vom Beckenboden hoch holte. Die Sanitäter meinten später, dass wenn er noch ein paar Sekunden mehr unter Wasser gewesen wäre, er es nicht mehr geschafft hätte. Inzwischen ist er wieder voll und ganz wohl auf, aber trotzdem hatte ich noch lange daran zu knabbern – auf jeden Fall eine Erfahrung, die ich so schnell nicht wieder erleben möchte, die mir aber auch gezeigt hat, dass man das Leben genießen sollte (man weiß nie, wann es vorbei ist).
Im November wurde ich dann endlich volljährig – juhu! Es war Party angesagt und ich mietete einen Partykeller und feierte mit ca. 40 Leuten in meinen Geburtstag hinein. Mal abgesehen von ein paar kleineren Zwischenfällen, war es rundum ein gelungener Geburtstag und ich genieße es voll und ganz endlich 18 zu sein… 

 Der Dezember ging so schnell vorbei, dass ich nicht sagen kann, wo die Zeit geblieben ist. Eine Arbeit reihte sich an die nächste und ich fand mich auf einmal unter dem Weihnachtsbaum wieder, ohne wirklich zu wissen, wie ich dahin gekommen bin und ohne in der Stimmung zu sein.
Auch in den Wochen danach passierte eigentlich nicht wirklich viel. Man lebt halt so vor sich hin. Es gab Höhen und Tiefen und ich musste feststellen, dass jeder Mensch sich im Laufe der Zeit verändert und dass manchmal sich Wege trennen, auch wenn man krampfhaft versucht, sie parallel laufen zu lassen. Manchmal müssen wir einfach einsehen, dass es nicht mehr so ist, wie es einmal war und dass das einzige was bleibt, wohl die Erinnerungen sind. Aber wer weiß, vielleicht treffen sich die Wege hinter der nächsten Kurve wieder.  
In den letzten Wochen hab ich mich relativ stark mit meinem späteren möglichen Beruf beschäftigt bzw. mit Studienfächern. Hab viele Infoveranstaltungen besucht und weiß jetzt wenigstens in welche Richtung es gehen soll. Im Moment tendiere ich zu Sozialpädagogik bzw Sozial Wesen. Irgendwas in die Richtung, wobei man das meistens nur an Fachhochschulen studieren kann, und ich lieber an ne Uni möchte. Ansonsten ist mein Notfallplan was in die Richtung Tourismus, aber das muss ich alles mal noch genauer planen. Sozialpädagogik bietet eigentlich einen interessantes Studium und auch einen abwechslungsreichen Job, zumindest stell ich mir das so vor…
Letztes Wochenende war ich auf der jährlichen Stammeshütte von den Pfadfindern. Ich muss leider sagen, dass sie hat ihren Reiz verloren hat. Früher habe ich mich das ganze Jahr auf diese Hütte gefreut, auf dieses Wochenende, weil Spaß dort einfach garantiert war. Dieses Jahr war es das Gegenteil. Es war eines der anstrengendsten und ermüdensten Wochenenden, die ich seit langem durchgemacht habe und man muss sich fragen, ob das Prinzip Jugendgruppe/Pfadfinder sich in der heutigen Zeit noch durchsetzen kann. Einkaufen, Zimmer einteilen, Kinder beschäftigen, kochen, abspülen, Programmpunkte ausarbeiten, noch mehr kochen, aufräumen, Geländespiele organisieren, Abendprogramme aufstellen, erneut kochen, putzen und aufräumen haben sich konsequent abgewechselt. Und das alles ohne Bezahlung! Die Kinder sind heutzutage auch nicht mehr so einfach zu handhaben und ich kam manchmal echt an meine Grenzen. Ich unterstelle mal böswillig, dass einige Eltern eine ordentliche Party gefeiert haben müssen, weil sie ihre blöden Scheißkinder (Verzeihung!) mal ein Wochenende los waren. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass es natürlich auch immer Ausnahmen gibt und es mit einigen Kindern auch echt ein Vergnügen sein kann, zu spielen und gemeinsam etwas zu unternehmen. Aber alles in allem, muss ich sagen, dass ich mir das mit den eigenen Kindern wirklich noch mal gut überlegen werde, weil nach dem Wochenende ist mir klar geworden, dass bei der Erziehung einiges schief gehen kann.
Vom schlechten Wochenende gehe ich mal über zu einem supergeilen Wochenende (zumindest hoffe ich dass es das wird). Ich habe geplant mit einer Freundin dieses Jahr gleich zwei Festivals unsicher zu machen. Zum einem werden wir aufs Southside gehen, auf dem wir letztes Jahr schon mit Culcha Candela, den Ärzten, Fettes Brot, Clueso, Franz Ferdinand, the Wombats, the Ting tings, the Sounds und vielen mehr abgegangen sind. Dieses Jahr erwarten uns unter anderem La Roux, the Strokes, Revolverheld, Jack Johnson, Billy Talent, Mando Diao, Frittenbude, Deichkind und viele mehr.
Als wäre das noch nicht genug, sind wir Zwei dann auch noch neulich über das Openair Frauenfeld gestolpert und da hat es uns wahrhaftig die Sprache verschlagen. Die Headliner schreien gerade zu nach uns und sind einfach unglaublich. Kein geringerer als Eminem wird dort performen. Aber nicht genug, auch Jay Z, Culcha Candela, Jan Delay, Fanta4, Hilltop Hoods, Samy Deluxe und D12 werden am Start sein. Und bis jetzt sind erst 18 von 33 Künstlern bekannt gegeben, das heißt es werden sicherlich noch einige Gute folgen. Da können wir fast nicht Nein sagen, auch bei einem Preis von stolzen 140 Euro. Aber es wird einfach der Hammer! Jetzt heißt es also erstmal sparen, sparen, sparen… denn auch das Southside ist nicht umsonst, aber wann bietet sich denn jemals wieder so eine Chance? ;-)
So das war erstmal das letzte halbe Jahr grob umrissen, let’s see what will happen next...


So und jetzt noch n paar Bildern, von dem was ich ansonsten vergessen hab... 

 Köln mit Ed - "Ich hab meine Nase am Kölner Dom verloren"
(Sommer 09)

Frau Hoffemanne und Ich

Duck-Love: Mells und Ich in Frankfurt (Jan. 10)

Rover-Versprechen: Rover-Leiter-Hütte in Au (Jan. 10)


"Klammere die Vergangenheit und die Zukunft aus 
und konzentriere dich auf die Gegenwart 
und du wirst anders auf das Leben blicken. 
Erfreue dich am jetzt!" 

(Verfasser unbekannt)