Freitag, 29. August 2008

Daffodil Day

...With you, there is hope...




Heute war Daffodil Day, ein Tag von der Cancer Society of New Zealand ist Leben gerufen um Spenden für Krebskranke zu sammeln. Die Daffodil (German: Narzisse) soll als erste Blume im Frühling, an das Glück dass die neue Jahreszeit bringt, erinnern. Sie soll als Hoffnung für alle Krebskranken stehen, auf das sie neuen Mut fassen können.



Unsere Schule hat heute also Spenden gesammelt, für einen Gold Coin hat man dann eine gelbe Narzisse bekommen und nach der Formclass konnte man überall die gelben Blumen sehen. Die dreizente Stufe hatten alle irgendetwas gelbes an, von T-shirts zu Schuhen, Armreifen oder Tücher um das Bein gebunden. Das ist das, was ich an dieser Schule so beeindruckend finde: dass man hier Aktionen starten kann, die so viele Anhänger mit Begeisterung finden. Bei meiner Schule in Deutschland wären selbst 50cent zu viel gewesen ("warum sollte ich das machen?", "was hab ich davon?")...


http://www.daffodilday.org.nz/

Made myself

Ein bisschen stolz bin ich ja schon auf mich, was ich hier alles zustande bringe:

heute in Catering haben wir einen Schokoladenkuchen gebacken und das ungewöhnlich an dem war, dass er nur in der Mikrowelle gebacken wurde und nicht im Ofen. Oben drauf war dann noch ein Icing und leckere Schokoraspel - und das alles in 60min!









In Maori hab ich dann eine weitere Blume aus Schilf "gewebt", diesmal eine kompliziertere, aber dafür auch schönere!










Und in Pattern Making hab ich ja neulich mein Top beendet und habe Bilder versprochen, die jetzt endlich on kommen...
#gekreuzte Träger hinten
#vier rote Sterne unten --> Southern Cross

die Geschichte hinter der Geschichte




Samstag war ich doch in Auckland unterwegs und wenn man meiner Wegbeschreibung gefolgt ist, konnte man sich zurecht fragen, warum ich Trottel einen so großen Umweg über Devenport gemacht habe, anstatt einfach mit dem Bus weiter nach Auckland zu fahren und damit viel Zeit und Geld zu sparen?! Nun ganz einfach, weil ich den ganzen Trip nur aus einem Grund gemacht habe: ich wollte zu einem ganz besonderen Laden in Devonport: einen Quiltladen. Gut, 90% der Leser von meinem Blog werden jetzt wohl eher nicht wissen, was ein Quiltladen ist (die anderen 10% sind Familienangehörige ;-) ). Um es kurz zu fassen, es ist ein Laden vollgestopft mit Stoffen, die alle ziemlich teurer sind. Ich wollte meine Mama, die mit Herz und Seele Quilter ist (Quilten bzw. Patchwork ist wenn man teuren Stoff kauft, ihn auseinanderschneidet und wieder zusammennäht... Spass beiseite: Decken oder Wandbehänge aus Stoffstücken, auf die aufwändig mit Maschine oder per Hand Muster genäht werden und durch eine bestimmte Zwischenlage, kommt das ganze dann heraus). Auf jeden Fall fragte ich meine Pattern Making Lehrerin, ob sie wüsste wo es Quiltläden in der Umgebung gäbe. Die holte daraufhin aus einer geheimen Kammer ihre Quiltzeitungssammlung heraus und zeigte mir die Anzeigen von x-beliebigen Läden. Daraufhin hab ich mir ein paar Rausgeschrieben und Zuhause in Mühevoller Handarbeit genaustens rausgesucht, wo welcher Laden zu finden ist. Habe mich dann also für Devonport entschieden, der größte Quiltshop in Auckland/Umgebung. Dem Internet sei dank, habe ich dann bis auf die Minute genau berechnet welche Busse ich wo nehmen und wo ich genau hin muss. Nach einer Stunde Recherche hatte ich alle Information notiert und konnte mich auf Samstag freuen. Im Quiltshop hab ich dann drei grüne, typisch Neuseeländische, Stoffe gekauft und bin dann nach Auckland weiter um dort bei der Post gleich einen Umschlag zu kaufen. Dann hab ich 4 Fotos (innerhalb 45min) abziehen lassen, auf denen ich im Quiltshop zu sehen bin. Im Victoria Park Market hab ich dann endlich (!!!) einen Fingerhut gefunden, da meine Mama Fingerhüte von Orten, wo sie oder jemand aus der Familie war, sammelt. Nun war ich der Überzeugung das ein Fingerhut zu finden nicht allzu schwer sein kann, da zB in Amerika an jeder Ecke einer zu finden ist. Tja, falsch gedacht... Nach 100 von Souvenirläden hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben. Aber im Viktoria Park Market wurde ich dann unerwarteter Weise doch noch Fündig! Also Stoff, Fingerhut, Bilder und eine kleine Nachricht "wish you were here" in den Umschlag gepackt und schon ging die Überraschung auf nach Deutschland. Was jetzt so einfach und schnell klingt, war verdammt schwierig und hat mit den ganzen Tag gekostet xD
Das Lustige an der Sache ist eigentlich, dass ich mich in etwas so sehr auf die Ankunft des Pakets gefreut hab, wie meine Mum sich wahrscheinlich über das Paket gefreut hat. Es macht doch einfach Spass jemanden eine Überraschung zu machen. Und ich glaube sie hat sich gefreut (es ist gestern angekommen)...

Dienstag, 26. August 2008

Montag, 25. August 2008

My little Adventure

Devonport


Harbour Bridge

Ferry Terminal
Hafen Auckland


Mein Traumhaus
Kirche in Stadtmitte




Am Samstag war Abenteuer angesagt: mein erster Trip von Orewa nach Auckland. Um 8.30Uhr gings mit dem Bus nach Orewa, dort musste ich umsteigen um dann weiter nach Takapuna (das liegt vor Auckland auf der anderen Seite der Harbour Bridge).Von Takapuna hab ich dann den Bus nach Devonport genommen. Ein kleines verschlafenes Städtchen, direkt am Meer (wer hätte es gedacht, bei dem Namen), das mir sehr, sehr gut gefallen hat. Viele kleine Lädelchen, Cafés und Restaurants, wie man sich es halt vorstellt. Aber am Besten haben mir eigentlich die Häuser gefallen, die alle total verschnörkelt und wirklich hübsch waren. Warum genau ich nach Devonport gefahren bin, ist eine längere Geschichte, die ich dann ein anderes Mal erzähle. Von Devonport hab ich dann eine Ferry nach Auckland genommen, was nicht nur total schnell ging und extremst praktisch war, sondern auch eine tolle Fahrt war, die nicht mal teuer war. Praktischerweise ist der Hafen in Auckland direkt an der Queenstreet, der Haupteinkaufsstrasse. Dort dann erstmal was gegessen und ein bisschen herumgestöbert und dann später zum Victoria Park Market gelaufen. Früher „a rubbsih destructor, stables fort he hard working horses of the day, a generator of power and later an abandoned building left to wrack and ruin…” Heute aber befinden sich dort 65 Shops, gefüllt mit Souvenirs, Art und Fashion. Während ich da war, spielte sogar gerade eine Liveband, die ziemlich gut war.
Auckland ist eigentlich eine ziemlich schöne Großstadt mit all den alten Häusern, zwischen den neuen Wolkenkratzern. Auf meinem Weg zurück vom Victoria Market zur Queenstreet, kam ich an einer alten schnukligen Kirche vorbei, die mitten im Stadtzentrum steht. Ein witziges Bild, diese wirklich alte Kirche nur hunderte Meter vom Skytower entfernt.
Dann hab ich noch einen kleinen Abstecher zu Starbucks gemacht und schon gings auch wieder mit dem Bus zurück nach Auckland.
Insgesamt muss ich sagen, bin ich ziemlich stolz auf mich, dass ich all die Busse (und die Fähre) bekommen habe und so ein Tag alleine ist auch mal ziemlich nett.

Freitag, 22. August 2008

Achieved!

Und wieder ist eine Woche vorbei geflogen… Ich hatte natürlich wieder ein paar Stunden Catering und habe somit meine „Kochkünste“ verbessert. Gestern hatten wir Assessment, also Prüfung (die wenn man ehrlich ist, total lächerlich ist, weil lediglich Sachen wie Hygiene, Präsentation und richtiges Chopping Board bewertet werden, nicht aber der Geschmack!). Auf jeden Fall sollten wir Kebabs machen und ich als von Döner geprägten Deutschen, dachte bei dem Wort Kebab natürlich an Döner Kebab. Allerdings wurde ich später aufgeklärt, dass das Fleischspieße sind. Wie dem auch sei, bekamen wir als Vorgabe 50g Chicken und mussten dann mit drei Weiteren Zutaten und einer eigenen Marinade die Spieße zubereiten. Zwischenzeitlich war ich etwas gestresst aber das Ergebnis war sehr lecker und sah ziemlich gut aus und darum bekam ich ein „Achieved“. Das heißt meine Eltern können sich (dank eines Gutscheines) auf ein leckeres Essen freuen, wenn ich zurück bin: Schnitzel oder Fleischspieße mit gegrillten Kartoffeln und Knoblauch Cream und als Nachtisch Schokoladen-Orangen-Kokussnuss-Bällchen…

Außerdem habe ich mein erstes Top in Pattern Making fertig gestellt. Jeee… Bilder könnt ihr dann hoffentlich bald hier bewundern ;-)


Noch ein kleiner Hinweis am Rande: ich habe gestern meine neuen Flugdaten bekommen, d.h. ich bleibe 5 Tage länger und mein neuer Abflugstag ist der 10. Oktober um 23.59Uhr. Also müsst ihr noch 5 Tage mehr ohne mich aushalten!

Sonntag, 17. August 2008

Ironie?

Ist es nicht gewissermaßen Ironie, das New Zealand Germany in Rowing um hundertstel Sekunden geschlagen hat? Wäre ich in Deutschland, hätte Deutschland bestimmt gewonnen. Aber so... "God defend New Zeland"


"So close was the finish, that the results originally had Germans German double Annekatrin Thiele and Christiane Huth as the winners, but the photo finished showed the New Zealand twins had got up on the last stroke of the race."


Freitag, 15. August 2008

Wer hat an der Uhr gedreht?





Eine Frage, die mich jetzt schon seit laengerem beschaeftigt:




"Wer hat an der Uhr gedreht?"




Die Zeit vergeht so schnell, dass ich es kaum fassen kann, dass die Haelfte meiner Zeit schon rum sein soll. Es kommt mir vor, als ware ich gerade mal eine Woche hier und bin gerade am einleben. Liegt wohl drann, dass ich Schule bis 15Uhr hab und danach ich immer irgendwo unterwegs bin (Schwimmen, Stadt, Joggen, Beachspaziergang, Eis essen, einfach nur chillen mit Freunden, backen (ja, Mama, wir haben gestern einen Kuchen UND Brownies gebacken!)). Wenn ich koennte, wuerde ich glatt nochmal drei Monate anhaengen. Ich hab hier ausserdem so nette und lustige Leute kennengelernt, dass ich mir nicht vorstellen kann, sie hier zurueckzulassen.




Aber naja, jetzt erstmal noch ein paar Sachen aus meinem Alltag, denn noch bin ich ja hier und geniesse jede Minute:




Heute ist Superheroday an meiner Schule und die Dreizente Stufe laeuft in total kreativen Heldenkostuemen rum: vom Jocker oder Batman ueber Jack Sparrow und Achilles bis hin zum Spiderman oder Hulkmonster. Die sind hier alle total kreativ und schaeuen auch keine Muehen ein Kostuem zu basteln! Und für ein perfektes Kostüm läuft man auch mal einen Tag ohne T-Shirt oder Pullover rum...



Am Samstag war ich bei einem Musical (called Annie) von meiner Schule und das war soo cool. Die Saenger waren zwischen 10 und 18 und konnte sowas von gut singen, dass ich es schier nicht glauben konnte (kurzzeitig hab ich mich erwischt, wie ich irgendeine komische Theorie entwickelte, dass die Saenger nur mit Playback sangen, fast schon wie mein Vater es getan haette ;-) )




Und noch eine Geschichte, die mich sehr beschäftigt: Als ich am Freitag mit ein paar Freunden durch Orewa lief, hupte auf einmal ein Auto hinter mir. Ich drehte mich natürlich um und was sahen meine grünen Augen? Ein Junge, aus einem meiner Kurse, der 15 ist und somit jünger als ich, fuhr in seinem eigenem (!) Auto an mir vorbei und winkte mir breit grinsend! Hallo, der ist jünger als ich und hat schon einen Führerschein und ein eigenes Auto... Überhaupt kann man hier den Führerschein, den man bei uns in Deutschland mit 17 machen kann, mit 14 machen!

Traditionell Maori aus frischem Schilf: hab ich selber gemacht!

Mittwoch, 13. August 2008

My new Family

Darf ich vorstellen: meine Familie auf Zeit:

von links nach rechts:

Julia, meine Gastschwester (20Jahre)

Anne-Marie, meine total nette Hostmum (49Jahre - Social Worker)

Charles, meine Gastbruder (24Jahre), teilt sich mit Julia ne Wohnung in Auckland

James, mein zweiter Gastbruder (27Jahre), der gerade noch Zuhause wohnt


Dienstag, 12. August 2008

...vielen Dank


Ich hab heute eine ganz besonder Postkarte erhalten über die ich mich unheimlich gefreut habe. Und zwar haben mir die Pfadis von meinem Stamm eine Karte vom Stammeslager bzw. eine Karte von der Wutachschlucht geschickt mit vielen lieben Grüßen und dass sie es schade fanden, dass ich nicht dabei war. Vielen Dank, dass ihr an mich gedacht habt. Ich wäre sehr gerne dabei gewesen.

Surfing


Der Mann mit den kurzen Hosen und den verschrenkten Armen ist mein Lehrer Mr. Duffet.
Die anderen zwei Männer (neben Mr. Duffet und der von Hinten) waren meine Surflehrer)












Auf den letzten Sonntag hab ich hingefiebert, denn es stand etwas Besonderes auf dem Programm: Surfen! Ich habe meine erste Surflesson bekommen. Morgens um 9 Uhr gings in einem kleinen Bus von der Schule mit 9 anderen Students und meinem New Zealand Expierence Teacher auf zum Muriwai Beach. Der Himmel war zwar blau und ohne eine einzige Wolke (und dem entsprechend schien auch die Sonne) allerdings war es genau deswegen auch arschkalt. Schon irgendwie bloed im Winter surfen zu gehen... Naja auf jeden Fall fror ich schon in meiner Winterjacke. Nach einer 30min Fahrt kamen wir dann an der Surfschule an und durften erstmal unterschreiben, dass wenn wir im Wasser verunkluecken und sterben, dass es dann nicht die Schuld der Surfschule ist. Schon komisch so etwas zu unterschreiben. Dann gings aber auch gleich schon in die netten und hautengen Neoprenanzuege, die auch nicht gerade leicht anzuziehen waren. In denen war es zwar waermer als gedacht, allerdings waren die Fuesse, Haende und der Kopf natuerlich nicht geschuetzt. Dementsprechend schrieen die Fuesse schon um Gnade nach dem Gang zum Strand. Dort haben wir uns erstmal oben auf einen Hang gesetzt, von dem man einen tollen Ausblick ueber einen grossen Teil des Strandes hatte. Unser Surfleher hat dann so ein paar Sicherheitssachen besprochen und uns ueber Riffs und aehnliches aufgeklaert. Dann kam auch schon das erste Highlight: wir mussten/durften naemlich auf dem Hintern (mit dem Board unter Arm) den Huegel runterrutschen, was ziemlich lustig war. Der Strand bestand nur aus schwarzem Sand, also von einem Vulkan. Unten angekommen haben wir dann erstmal Trockenuebungen auf dem Sand gemacht, wie man richtig auf dem Board steht und dann gings auch schon ins Wasser. Muriwai ist ein Westcostbeach und somit rauer und mehr Wellen, als an einem Eastcoastbeach. Als wir dann ins Meer gelaufen sind und langsam die Fuesse um Hilfe geschrieen haben, war ich ziemlich erstaunt wie warm wirklich der Neoprenanzug haelt. Nach 10min gaben dann auch die Fuesse, Haende und Ohren auf um Erbarmen zu betteln und meldeten sich auch die naechsten paar Stunden nicht wieder. Insgesamt war es natuerlich total anstrengend die ganze Zeit gegen die Wellen anzukaempfen, immer wieder aufs Board zu hechten, Wasser zu schlucken, und wirklich auf dem Board zu stehen. Immerhin hatte ich auch ein paar Erfolgserlebnisse, weil ich es wirklich geschafft habe, auf dem Brett wie ein "professioneller Surfer" zu stehen. Nach einer Stunde war unsere Zeit dann abgelaufen und dann aus dem Wasser zu kommen, triefend nass im Wind (die Sonne war genau zu dem Zeitpunkt nicht mehr da) mit den Brettern unter den Armen am Strand zu laufen war extremst kalt und ich hab wohl noch nie solche Kälte an den Händen gespürt bzw. irgendwann hab ich dann gar nichts mehr gespürt. Alles in Allem war es ein total cooler Tag (wenn ich auch danach total fertig und müde war) und ich kann es kaum erwarten bald wieder auf dem Brett zu stehen.